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Das Ende vom 3G-Netz

Ab Ende Juni schalten die deutschen Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica/O2 das 3G-Netz endgültig ab. Damit wollen sie Platz für modernere Mobilfunktechnologien mit höheren Datendurchsätzen schaffen. Doch die 3G-Abschaltung ebnet nicht nur den Weg für einen zügigeren 5G-Ausbau, sie bringt für einige Anwender auch Nachteile. Betroffen sind nämlich nicht nur Handynutzer.



Das UMTS-Netz soll zugunsten des weiteren Ausbaus von LTE und 5G weichen. Der um die Jahrtausendwende eingeführte und ab 2004 erstmals kommerziell verfügbare 3G-Standard erlaubt schlicht nicht mehr die heute erforderlichen Bandbreiten. Auch nutzen ihn laut den Netzbetreibern nur noch wenige Geräte in Deutschland. Vodafone gab beispielsweise an, dass 3G nur noch etwa 2,5 Prozent des mobilen Datenverkehrs im Netz ausmache.


Kurzum, das Ende von UMTS ist gekommen und für die meisten Nutzer soll und wird die Abschaltung des Netzes auf lange Sicht positive Auswirkungen haben. Doch wie so oft gibt es Ausnahmen. Noch immer sind einige Anwender stark auf das 3G-Netz angewiesen – und dabei handelt es sich nicht nur um Handynutzer.


3G-Abschaltung macht viele Geräte unbrauchbar

Die Deutsche Telekom und Vodafone wollen sich zu Ende Juni vom 3G-Netz trennen. O2 plant die Abschaltung bis Jahresende. Ab diesem Zeitpunkt ist es dann nicht mehr möglich, über UMTS/3G zu funken. Zur Nutzung des mobilen Internets bleibt dann nur noch 2G/4G/LTE sowie der neue Standard 5G. Das Telefonieren ist künftig nur noch über den alten GSM-Standard (2G) oder aber ebenfalls LTE (Voice over LTE – VoLTE) bzw. 5G (Voice over 5G – Vo5G) möglich.


Noch immer weiße Flecken in Deutschland

Hinzu kommen diejenigen Nutzer, die in einem Gebiet wohnen, wo LTE oder 5G noch nicht flächendeckend ausgebaut ist. Und ja, davon gibt es Deutschland auch 2021 noch einige. Schaut man sich die Karten zum Netzausbau bei der Deutschen Telekom, Vodafone und O2 an, finden sich bei allen drei Providern weiße Flecken, also Gebiete, die mobilfunktechnisch nicht oder nur unzureichend erschlossen sind. Oft ist dies in ländlicheren Regionen oder in höher gelegenen Orten wie beispielsweise dem Harz oder in Alpennähe der Fall. Diejenigen Nutzer, die hin und wieder übers Land fahren, werden auf ihrem Smartphone bereits gesehen haben, dass die Anzeige von LTE auf 3G gesprungen ist, da das LTE-Signal offenbar nicht ausreichend stark war. Fällt 3G als Ausweichtechnologie aber weg, haben sie ein Problem.


Nicht nur Handynutzer von 3G-Abschaltung betroffen

Immer wieder lesen wir im Zusammenhang mit der geplanten 3G-Abschaltung von Handynutzern, die womöglich negativ betroffen sind. Doch es gibt auch eine Reihe von Geräten, die auf UMTS angewiesen, aber keine Handys sind. Wie beispielsweise IoT-Geräte, die unter anderem in der Medizin, der Fertigungsindustrie und bei Notrufsystemen von Aufzügen zum Einsatz kommen. Auch Alarmanlagen und sonstige Überwachungstechnik sind von der 3G-Abschaltung womöglich betroffen. Zur Übertragung von Daten an die Server oder die Cloud setzen viele auf UMTS. Schalten die Provider das Netz ab, werden die Geräte also unbrauchbar.


Zu guter Letzt gibt es auch einige Auto- & Telematikhersteller, die bei ihren Systemen und Geräten auf 3G setzen und demnach von der Abschaltung des Netzes betroffen sind. Ihnen bleibt im besten Fall noch 2G, was aber kaum ein Ersatz darstellt. Gerade bei den PRO 82xx Geräten von Webfleet Solutions bzw. TomTom spielt diese Veränderung eine große Rolle. Diese Gerätegeneration besitzt kein 4G/5G-fähiges Modem und wird sich somit nur noch mit dem 2G-Netz verbinden.

Neukauf oft die beste Lösung

Diejenigen Nutzer, die eines der genannten Geräte haben, müssen sich umstellen. Ihnen bleiben ab Mitte 2021 nur noch zwei Alternativen:

Auf einen Teil der Funktionen bei ihrem alten Gerät verzichten, oder aber sich trennen und ein neues Modell anschaffen.

Letzteres ist in vielen Fällen wohl die empfehlenswertere Variante, um bei der technologischen Entwicklung auch in Zukunft mithalten zu können.

Wir lassen Sie bei dieser Veränderung nicht im "Funkloch" stehen!

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf und wir besprechen gemeinsam, ob und in wie fern eine Umstellung nötig und möglich ist.



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