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Wichtige Neuerungen und Änderungen im April 2026
Der April 2026 bringt mehrere Neuerungen, die den Alltag vieler Menschen unmittelbar betreffen. Von neuen Gesundheitsleistungen über strengere Jugendschutzregeln bis hin zu Änderungen bei Energie, Spritpreisen und Technikstandards ist einiges dabei, das Verbraucherinnen, Verbraucher und Unternehmen auf dem Schirm haben sollten.
Gesundheit: Kostenloser Lungenkrebs-Check für starke Raucher
Ab dem 1. April 2026 haben starke Raucherinnen und Raucher Anspruch auf eine jährliche kostenlose Untersuchung zur Früherkennung von Lungenkrebs.
Die wichtigsten Punkte:
- Anspruch besteht für aktive und ehemalige Raucher im Alter von 50 bis 75 Jahren.
- Die Untersuchung erfolgt mittels Niedrigdosis-Computertomographie (NDCT).
- Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
- Die Untersuchung kann alle zwölf Monate in Anspruch genommen werden.
Damit wird die Früherkennung für eine besonders gefährdete Gruppe deutlich ausgeweitet. Für Betroffene kann es sinnvoll sein, frühzeitig mit Hausarzt oder Facharzt zu klären, ob die persönlichen Voraussetzungen erfüllt sind und welche Stellen die Untersuchung anbieten.
Jugendschutz: Lachgas-Verbot für Minderjährige
Zum 12. April 2026 gelten bundesweit strengere Regeln für den Umgang mit Lachgas und verwandten Stoffen.
Künftig gilt:
- Minderjährige dürfen Lachgas nicht mehr erwerben oder besitzen.
- Der Online-Handel mit Lachgas wird generell verboten.
- Auch der Verkauf über Automaten ist künftig nicht mehr erlaubt.
- Strenge Vorgaben gelten außerdem für GBL und 1,4-Butandiol (BDO), die als gesundheitlich besonders problematisch gelten.
Hintergrund sind erhebliche Gesundheitsrisiken, insbesondere für junge Menschen. Diese reichen von kurzfristigen Ausfällen bis hin zu langfristigen Nervenschäden. Für Handel, Verkaufsplattformen und Automatenbetreiber bedeutet das, Prozesse und Sortimente entsprechend anzupassen.
Geburtshilfe: Mehr Geld und weniger Bürokratie für Hebammen
Nach langen Verhandlungen gibt es ab April 2026 Verbesserungen für Hebammen. Ziel ist es, die Geburtshilfe wirtschaftlich stabiler zu machen und gleichzeitig die Versorgung in Kliniken und ambulanten Bereichen zu stärken.
Zu den Änderungen gehören unter anderem:
- Zuschläge für die 1:1-Betreuung von Gebärenden in der Klinik, auch wenn eine Geburt besonders schnell verläuft.
- Zuschläge auch dann, wenn es während der Geburt zu einem Schichtwechsel kommt.
- Beleghebammen können befristet bis Ende 2027 bestimmte ambulante Leistungen direkt mit den Krankenkassen abrechnen.
- Gleichzeitig sollen bürokratische Hürden reduziert werden.
Für Familien, Kliniken und Hebammenpraxen ist das ein wichtiges Signal, denn bessere Rahmenbedingungen können helfen, die Versorgung rund um Schwangerschaft und Geburt langfristig zu sichern.
Mobilität: Tankstellen dürfen Preise nur noch einmal täglich erhöhen
Im Bereich Kraftstoffpreise gilt ab 1. April 2026 eine neue Regelung:
- Tankstellen dürfen ihre Spritpreise nur noch einmal täglich erhöhen, und zwar um 12 Uhr.
- Preissenkungen bleiben jederzeit möglich.
- Zusätzlich erhält das Bundeskartellamt mehr Befugnisse gegen überhöhte Preise.
Die Maßnahme soll mehr Transparenz schaffen und extreme Preissprünge im Tagesverlauf begrenzen. Gerade vor reiseintensiven Zeiten und Feiertagen dürfte das für Autofahrerinnen, Autofahrer und Unternehmen mit Fuhrpark spürbar relevant werden. Wer viel unterwegs ist, kann Preisentwicklungen dadurch etwas besser einschätzen.
Energie: Berliner Vattenfall-Kunden zahlen weniger
Für Stromkundinnen und Stromkunden von Vattenfall in Berlin gibt es ab dem 1. April 2026 eine spürbare Entlastung:
- Der Arbeitspreis sinkt von 44,39 Cent auf 37,93 Cent pro Kilowattstunde.
Damit reduzieren sich die laufenden Stromkosten für viele Haushalte und kleinere Gewerbebetriebe deutlich. Wie stark die tatsächliche Entlastung ausfällt, hängt wie immer vom individuellen Verbrauch und vom jeweiligen Tarifmodell ab. Dennoch zeigt sich erneut, wie wichtig ein regelmäßiger Blick auf Grundpreis, Arbeitspreis und Vertragsbedingungen bleibt.
Technik: USB-C wird bei Laptops Pflicht
Ab dem 28. April 2026 gilt in der EU eine weitere technische Vereinheitlichung:
- Laptops, die in der EU angeboten werden, müssen künftig verpflichtend einen USB-C-Ladeanschluss haben.
- Für Smartphones und viele kleinere Geräte gilt diese Vorgabe bereits seit Ende 2024.
- Auch leistungsstärkere Geräte, die zusätzliche Ladeoptionen benötigen, müssen USB-C zumindest zusätzlich anbieten.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher bringt das mehr Komfort, weniger Kabelvielfalt und langfristig auch weniger Elektroschrott. Unternehmen profitieren davon, dass Geräteparks, Ladezubehör und Beschaffung einfacher standardisiert werden können.
Öffentlicher Dienst: Mehr Geld für Beschäftigte der Länder
Ab dem 1. April 2026 steigen die Einkommen für rund 925.000 Tarifbeschäftigte der Länder:
- Die Löhne erhöhen sich um 2,8 Prozent,
- mindestens jedoch um 100 Euro.
Die Regelung gilt in 15 von 16 Bundesländern, da Hessen weiterhin getrennt verhandelt. Eine weitere Erhöhung ist bereits zum 1. März 2027 vorgesehen.
Für viele Beschäftigte bedeutet das eine spürbare Entlastung angesichts gestiegener Lebenshaltungskosten. Gleichzeitig steigen damit in vielen öffentlichen Einrichtungen auch die Personalkosten, was für Haushaltsplanung und Budgetsteuerung relevant bleibt.
Fazit: April bringt spürbare Veränderungen im Alltag
Der April 2026 ist kein Monat der großen Symbolpolitik, sondern der ganz praktischen Änderungen:
- Gesundheitsleistungen werden ausgeweitet,
- der Jugendschutz wird verschärft,
- die Geburtshilfe wird finanziell gestärkt,
- bei Sprit, Strom und Technikstandards gibt es konkrete Neuerungen,
- und im öffentlichen Dienst steigen die Einkommen.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher, Familien, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen lohnt sich der Blick auf diese Änderungen besonders, weil davon viele Kosten abhängen.